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Mecklenburg-Vorpommern wirbt für Verkehrsachse Berlin-Kopenhagen

Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern werben ungeachtet des geplanten Baus der Fehmarnbelt-Querung für den Ausbau einer parallelen Verkehrsachse nach Dänemark. Vertreter des Landes diskutierten am Dienstag in Berlin auf Einladung des Schweriner SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Hacker mit EU-Parlamentariern, der Fährreederei Scandlines und der Rostocker Hafenwirtschaft über eine mögliche Erweiterung des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN). Würde ein bestehender TEN-Korridor über Berlin nach Rostock bis nach Kopenhagen weitergeführt, könnte die Wirtschaftsentwicklung im Nordosten an Dynamik gewinnen, hieß es.

Die Experten erwarten für diesen Fall „einen raumplanerischen Schub“ für die südwestliche Ostsee-Region. Eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur auf der dänischen Insel Falster könne zudem den Fährverkehr zwischen den Häfen Rostock und Gedser beflügeln. So ließen sich auch Lücken im Fernverkehrskonzept der EU beseitigen.

Der im sizilianischen Palermo beginnende Korridor TEN-1 lasse sich bis nach Skandinavien fortführen. Aus Hackers Berliner Büro hieß es, dies stehe nicht im Widerspruch zur Fehmarnbelt-Querung: „Beides sollte unabhängig voneinander betrachtet werden.“ Weil über Fehmarn eher Verkehrsströme aus Westeuropa liefen, müsse Rostock ein ergänzender Knotenpunkt werden. „Wer aus dem Südosten kommt, braucht die Verbindung über Dresden und Berlin nach Skandinavien.“ (dpa)

Pressemitteilung der Verkehrsrundschau vom 30. Juni 2009

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